Warteschlangen(spool) werden in dem Verzeichnis /var/spool bzw. einem Unterverzeichnis abgelegt. Es gibt eine controlfile das mit cf beginnt, und Kontrollinformtionen(user, Hostname, etc.) enthält und ein datafile, welches mit df beginnt, in welcher die eigentlichen Nutzdaten abgelegt sind.
Sobald der Drucker bereit steht und der Druckdaemon läuft, wird mit dem Abarbeiten der Warteschlange begonnen.
Drucker werden mit ihren Eigenschaften in die Datei /etc/printcap eingetragen.
| lp|hplaser|PS;r=600x600;q=medium;c=gray;p=a4;m=auto:\ :sd=/var/spool/lpd/lp:\ :lp=/dev/lp0:\ :lf=/var/spool/lp/hp-log: |
Der sd-Eintrag bezeichnet dabei das Spoolverzeichnis. Es sind weitere Einträge, für z.B. Logs und Standort, möglich:
| :af=Dateiname: | Name der Account-Datei |
| :lf=Dateiname: | FehlerLogDatei |
| :if=/etc/apsfilter/basedir/bin/apsfilter: | Name des Input-Filters(Formatwandler von Datei -> Drucker) |
| :lp=Dateiname: | Gerätedatei des Gerätes, an welchem der Drucker angeschlossen ist, für lokales Drucken |
| :mx#Zahl: | Maximale Dateigröße in Blöcken, 0=unendlich |
| :rm=Hostname.domain.de: | Rechnername für das Drucken übers Netz |
| :rp=Druckername: | Druckername für das Drucken übers Netz |
| :sd=Verzeichnis: | spoolVerzeichnis |
| :sh: | Drucken ohne Titelseite |
Der Befehl lpr Datei ist die einfachste Möglichkeit zu drucken. Dabei wird der Standarddrucker mit seinen Einstellungen benutzt. Man kann diesem Befehl auch Optionen beifügen: lpr -Plp2 -\#4 Datei. Der Daemon lpd druckt die Datei dann.
Mit dem Befehl lpq fragt man die Warteschlange ab. In der ersten Zeile wird der Status des Druckers angezeigt, in den weiteren Zeilen der Besitzer, die Jobnummer, die Datei und deren Größe.
lprm Jobnummer löscht die Druckdatei aus der Warteschlange.
Mit lpc kontrolliert man die verschiedenen Drucker:
| lpc help [Kommando] | Hilfe zu den Kommandos |
| lpc up all | Drucker | startet einen neuen Druckerdaemon |
| lpc down all | Drucker Nachricht | beendet die Warteschlange, es werden keine Druckjobs mehr angenommen, die Nachricht wird jedem, der drucken will, angezeigt. |
| lpc disable all | Drucker | schaltet die Warteschlange ab, es werden keine Druckjobs mehr angenommen |
| lpc enable all | Drucker | schaltet eine Warteschlange wieder an |
| lpc start all | Drucker | startet den Druckerdaemon für den angegebenen Drucker (oder alle) |
| lpc restart all | Drucker | startet den oder die Druckerdaemon(s), wenn root das Kommando absetzt wird vorher der(die) Daemon runtergefahren |
| lpc clean all | Drucker | löscht alle TemporärDateien von bisher nicht ausgeführten DruckJobs |
| lpc abort all | Drucker | der Druckerdaemon wird runtergefahren, es wird kein Druckjob mehr angenommen |
| lpc status all | Drucker | Status des angegebenen Druckers |
| lpc stop all | Drucker | hält die Warteschlange an |
| lpc topq Drucker Jobids | Die Druckjobs werden in der angegebenen Reihenfolge neu sortiert |
lpc kann ohne Parameter aufgerufen werden, arbeitet dann interaktiv. Beenden kann man das Programm mit quit oder exit.
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Standardmäßig werden Dateien zum Drucken in das Format Postscript umgewandelt. Es wird davon ausgegangen, daß der Drucker das Format versteht.
Zur Umwandlung von Textdateien zu PostscriptDateien stehen z.B. die Programme a2ps, enscript und mpage zur Verfügung.
apsfilter benutzt Programme anderer Hersteller um die verschiedenen Dateiformate in Postscript zu wandeln. Es wird automatisch angesprochen, wenn ein if-Eintrag in der /etc/printcap steht.Wenn ein echter Postscript-Drucker( siehe /etc/apsfilter/apsfilterrc) vorliegt, werden die konvertierten Daten an den Drucker weitergereicht, ansonsten werden sie an Ghostscript weitergeleitet. Ghostscript konvertiert die PostsciptDaten in eine für den jeweiligen Drucker verständliche Sprache.
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Zur Installation von Druckern trägt man die Konfiguration in die /etc/printcap ein. Physikalische Drucker können mehrere Printcap-Einträge besitzen. Während lokale Drucker lp-Einträge haben, braucht man für Netzwerkdrucker rm=Einträge.
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Zur Installation von Druckern trägt man die Konfiguration in die
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